Online Redakteur | Content Manager

Online Redakteur – Ausbildung und Arbeitsgebiete

Auch wenn es für ältere Semester vielleicht verwunderlich klingt: Man kann das Internet nicht löschen! Finde manche vielleicht schade, lässt sich aber nicht ändern #charlesdarwin. In vielen Branchen gibt es daher schon seit geraumer Zeit einen Wandel hin zu mehr Digitalem. Was das für den Beruf des Redakteurs – jetzt immer öfter Online Redakteur – bedeutet, kann man hier (ansatzweise) erfahren.

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Was macht ein Online Redakteur?

Ein Online Redakteur (Neudeutsch: Content Manager) erstellt Content, also Inhalt, für bestimmte Webseiten und kümmert sich um alles, was mit Social Media zu tun hat. Knackpunkt dabei ist, dass man als Online Redakteur sowohl klassisch journalistisch arbeitet, zusätzlich aber auch eher technische Aufgaben hat. Dazu gehört, dass passende Videos, Grafiken oder andere bewegte Bilder in den Artikel eingefügt werden und dieser außerdem vom Online Redakteur gleich selbst ins System eingepflegt wird. Außerdem sollte er sich mit Content-Management-Systemen (CMS) auskennen. Das Aufgabenspektrum kann natürlich je nach Arbeitsplatz stark variieren. Ein Online Medium stellt sicherlich andere Aufgaben und Anforderungen an den Online Redakteur, als der Internetauftritt eines mittelständischen Unternehmens im Handwerk. Je nach Arbeitgeber kann es daher auch gut möglich sein, dass man mit vielen anderen Abteilungen im steten Kontakt sein muss: Marketing, IT und Produktentwicklung sollten eng mit dem Online Redakteur zusammen arbeiten, damit dieser auch weiß, was er schreiben soll.

Wie werde ich Online Redakteur?

Wer Online Redakteur werden möchte, für den gibt es eine gute Nachricht: Viele Wege führen in diesen Beruf. Anders als im klassischen Journalismus, in dem ohne Volontariat kaum etwas geht, ist der Weg in diesen Beruf noch etwas offener. Wer beispielsweise bereits einige Zeit Berufserfahrung als Texter gesammelt hat, hat gute Chancen bei einer Bewerbung auf eine Stelle als Online Redakteur. Aber auch der eher theoretisch veranlagte Weg ist möglich: Fernstudiengänge und Seminare im Rahmen einer Fortbildung bieten diese Qualifikation an. Mittlerweile haben sogar schon einige Unis auf die steigende Nachfrage an Online Redakteuren reagiert und bieten entsprechende Studiengänge an.

Online Redakteur vs. „Offline“ Redakteur

Was man vorab wissen sollte: Der Begriff „Online Redakteur“ ist nicht geschützt, somit kann sich so nennen, wer will. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass ein Online Redakteur das Äquivalent zu einem Print Redakteur ist, kann man bei genauem Hinsehen etwas erkennen:
Zunächst einmal gibt es zwischen beiden genannten Berufen gar nicht so viele Unterschiede, wie man gemeinhin vermuten würde. Beide Redakteure müssen sorgfältig arbeiten, ihre Quellen prüfen und einen fehlerfreien Text verfassen, der im günstigsten Fall auch noch interessant für den Leser ist.
Der bereits angesprochene technische Aspekt ist jedoch ein Unterscheidungskriterium der beiden Berufe. Der Online Redakteur muss sich nicht nur mit dem Online-Medium auskennen, sondern bestenfalls auch mit seinem Betriebssystem und den dazugehörigen neuesten Updates. In der Königsklasse angekommen ist er, wenn er die Jungs von der IT bei Problemen gar nicht mehr fragen muss. Diese Anforderung fällt für den klassischen Redakteur weg.
Arbeitet der Online Redakteur außerdem bei einem Unternehmen und nicht bei einem Online Medium, sollte er neben guten Fähigkeiten als Texter auch versiert sein im Umgang mit potentiellen Kunden. Denn im Zweifelsfall muss er (oder besser: seine Texte) das Produkt an den Mann bringen. Das muss ein klassischer Redakteur in der Regel nicht.