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Texter Ausbildung: Wie werde ich Texter?

Wer gerne Texter werden möchte, stellt sich vermutlich die Frage, ob es eine klassische Ausbildung oder ein Studium für diesen Beruf gibt. Gibt es leider nicht. Es kursieren zwar viele Angebote im Netz, jedoch sollte man unbedingt vorsichtig sein, bevor man mehrere Tausend Euro in ein „Fernstudium“ investiert, das am Ende leider überhaupt nicht hält, was der Text der Imagebroschüre verspricht – obwohl der Texter der Broschüre dann wenigstens einen guten Job gemacht hat…

Viele Wege führen nach Rom

Genau das gilt auch für die Texter Ausbildung oder für den Texter Beruf. Ein geisteswissenschaftliches Studium, also jede Art der Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Geschichte oder ähnliches ist sicherlich keine schlechte Voraussetzung, lernt man hier nämlich, wie man das Gelesene in Sätze packt und Themen tiefgreifend recherchiert. Dies ist auch unbedingt notwendig, wenn man den Beruf eines Texters ausüben möchte. Wenn auch leider noch nicht alles.
Eine klassische Texter Ausbildung gibt es jedoch nicht. Praktika in Werbeagenturen können jedoch ein guter Einsteig sein, da man hier das Handwerk „on the Job“ lernt und bei guter Arbeit darauf hoffen darf, nach dem Praktikum übernommen zu werden. Dementsprechend begehrt sind diese Praktika und man muss schon viel Glück oder gutes Vitamin B haben, um an ein Praktikum in einer richtig guten Werbeagentur zu kommen.
Wer sich allerdings gar nicht für den Beruf des Werbetexters interessiert, sondern lieber in Richtung redaktionelle Texte gehen möchte, sollte nicht unbedingt in einer Werbeagentur sein Glück versuchen, sondern eher in Richtung redaktionelle Texte gehen.
Zu dem Bereich „redaktionelle Texte“ zählen beispielsweise Blogartikel, Newsletter oder auch so ziemlich alles rund um Corporate Identity (dazu in einem anderen Artikel mehr). Diese Art des Textens begegnet uns in leicht abgewandelter Form täglich in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen und ihren Online-Pendants. Denn das redaktionelle Texten unterscheidet sich gar nicht so stark vom dem journalistischen Schreiben. Ein großer Unterscheid zwischen beiden Arten ist jedoch, dass Journalisten auf Neutralität bedacht sein sollten (das sagt jedenfalls der Pressekodex), während Blogger oder Newsletter-Texter stark die Position ihres Auftraggebers vertreten – jedenfalls sollte das in der Regel so sein. Wer also Glück hat und zu einem Volontariat angenommen wird, kann hier die Grundsätze des redaktionellen Schreibens oder Textens lernen.

Die Texterschmiede – die hohe Schule des Textens

Eingangs hatte ich zwar gesagt, dass es keine einheitliche Ausbildung für den Beruf des Texters gibt – das stimmt auch. Gleichwohl gibt es einige Schulen oder Institutionen, die in der Branche hohes Ansehen genießen. Wer es schafft, dort angenommen zu werden und vielleicht sogar noch einen Abschluss dort zu machen, hat beste Karten, um als Texter, Copywriter oder Konzeptioner durchzustarten. Eine dieser Schulen oder Ausbildungsstätten ist die Texterschmiede in Hamburg. Hier werden jedes Jahr nur um die 30 Schüler aufgenommen, die ein Jahr theoretisch ausgebildet werden und gleichzeitig praktische Erfahrungen in einer Agentur sammeln können. Wer eine Texter Ausbildung in der Texterschmiede absolviert hat, kann später guten Gewissens von sich behaupten, ein Vollprofi zu sein.
Neben der Texterschmiede gibt es noch andere Ausbildungsstätten für Texter, die aber eher weiblich ausgerichtet sind, die Miami Ad School beispielsweise. Die gibt es nicht nur in Miami, sondern auch in Berlin und vielen anderen Städten auf der Welt. Zur Ausbildung gehört auch, dass man zwei Mal drei Monate lang in Zweigstellen in anderen Ländern verbringt und so weiteren Input erhält, der nicht nur von dem eignen Land geprägt ist.
Gute Texter gibt es aber auch außerhalb der Texterschmiede und Miami Ad School. Manchmal muss man allerdings etwas suchen, aber die gute Nachricht: Es lohnt sich!