Textspinning | Text Spinner | Texte umschreiben

Textspinning: Gottes Werk und Teufels Beitrag – oder so

Vor einigen Jahren ist man kaum um Programme herumgekommen, die den Text „spinnen“ und so neuen, oder besser gesagt: anderen Content erzeugen. Früher war das auch noch OK, da hat Google nämlich noch nicht so stark darauf geachtet, dass der Content wirklich unique, also einzigartig, ist. Heute ist das aber anders. Ist das sogenannte Textspinning daher heute überhaupt noch zu empfehlen und was versteht man genau darunter? Darum soll es im folgenden Beitrag gehen.

Textspinning früher und heute

Ich weiß, ich habe es bereits öfter gesagt, aber man kann es einfach nicht oft genug sagen: Guter Content ist heute alles! Die Google Bots suchen regelmäßig auf den Seiten nach neuem Inhalt, der einzigartig ist und den Lesern einen Mehrwert bietet. Das widerspricht schon in den Grundzügen der Idee des Textspinning. Denn beim Textspinning nimmt man einen bereits verfassten Text und jagt ihn durch ein spezielles Programm. Was dabei herauskommen soll, ist ein Text, der einigermaßen unique ist. Wenn man nicht nur das Spinnig-Programm, sondern noch einige andere Spielereien dabei einsetzt und bei der Erstellung des eigentlichen Textes darauf achtet, möglichst viele und gut recherchierte Fakten mit ordentlich Mehrwert zu ergattern, gelangt man bei dem ge-spinnten Text meist nur auf eine „Uniqueness“ (also Einzigartigkeit) von ungefähr 80 Prozent. Das ist natürlich recht dürftig – heutzutage. Früher war das alles noch kein großes Problem. Da ging es bei den Suchmaschinen hauptsächlich darum, wie viele Links von anderen Seiten, die sogenannten Backlinks, auf der eigenen Seite zu finden waren. War die Anzahl hoch, ging der Google Bot davon aus, dass auch der Inhalt der Seite wohl ganz passabel sein müsse. Dementsprechend hoch wurde die Seite dann gerankt. Der eigentliche Content war in dieser Zeit nur dazu da, Füllwörter für die Links zu bieten. Was letzten Endes Inhaltlich dabei rum kam, interessierte nur am Rande. Daher die Daseinsberechtigung des Textspinning.

Ist Textspinning heute noch eine Alternative?

Sollte man auf diesem Hintergrund Textspinning heutzutage überhaupt noch anwenden? Meine Empfehlung lautet: Eher nicht. Moderne Texterstellung geht anders. Denn wenn heute etwas wichtig ist, dann hochwertiger Content, der sich auf die Leserschaft einstellt und ihr einen echten Mehrwert liefert. Danach suchen eben auch die Bots von Google. Wer sich daher mit einem Text auf seiner Seite zufrieden gibt, der zu 20 Prozent Texten auf anderen Seiten ähnlich ist, kommt der Forderung nach echtem Mehrwert nicht nach und landet damit in den Suchergebnissen ziemlich weit unten. In der Konsequenz bedeutet das: Man wird schlechter gefunden, generiert weniger Besucher. Und Besucher sind immer auch potentielle Kunden. Was hat man also von dem ganzen Textspinning? Vermutlich nicht allzu viel. Wer mit seiner Seite Umsatz erzielen will, darf heute nicht mehr an hochwertigen Texten sparen. Und hochwertige Texte gibt es nur in den aller seltensten Fällen aus einem Software-Programm. Ein richtig guter Text entsteht in mühevoller Kleinarbeit: Lesergruppe definieren, Potentiale erkennen, (Keywords) recherchieren und erst ganz am Schluss schreiben. Wer das einem Programm zutraut, der glaub wahrscheinlich auch an das perpetuum mobile…