Mit Texten Geld verdienen

So mancher Freiberufler oder auch Festangestellte fragt sich, ob man mit Texten Geld verdienen kann. Klar, wer schreiben kann, kann auch Text verfassen, oder? Klar, aber die Kunst daran ist es ja, dass jemand auch für diese Texte Geld bezahlen möchte. Wie man dieses „Kunststück“ bewerkstelligt und was alles dazu gehört, wenn man mit Texten Geld verdienen möchte – Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack.

 

Wer schreiben kann, kann texten? Öhm…nein

Dazu muss ich zunächst einmal mit einem Mytos aufräumen: Wer schreiben kann, kann nicht gleichzeitig auch texten. In Deutschland ist die Quote der Analphabeten vergleichsweise gering, was bedeutet, dass viele Deutsche lesen und – ja – auch schreiben können. Das qualifiziert aber nicht gleich auch zum Texter, denn hierzu braucht es mehr als nur die reine Fähigkeit schreiben zu können. Mal ein Vergleich gefällig?

  • Wer laufen kann, ist ja nicht gleich auch ein Wanderer.
  • Wer Autofahren kann, ist ja nicht gleich ein Taxifahrer.
  • Oder wer einen Browser öffnen kann, ist ja nicht auch gleich ein Internet-Experte.

Ich glaube, ich habe meinen Standpunkt hier klargemacht. ABER: Das hält viele Menschen nicht davon ab, trotzdem die Feder zu schwingen, wie man früher so schön sagte, als man eben noch mit Federn und Tinte schrieb. Viele Menschen wollen mit Texten Geld verdienen, als Nebenjob, als Studentenjob, auch die Hausfrau nebenan setzt sich gerne abends, wenn die Kiddies schlafen, nochmal an den Laptop und macht ein paar Euros extra mit dem Schreiben.

Was muss man lernen, um mit Texten Geld zu verdienen?

Ok, sie alle können also schreiben, sind aber deswegen noch lange keine Texter, darüber habe ich mich jetzt genug ausgeweint. Aber um den Kunden nicht auch die Tränen in die Augen zu treiben, bzw. um permanent nur Ablehnung zu erfahren, sollte man schon ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen, wenn man mit Texten Geld verdienen will.

Gibt es eine Ausbildung zum Texter?

Ein Mitbringsel für einen gelungenen Texter-Auftrag wäre etwa eine entsprechende Ausbildung. Hier tun sich zum Beispiel so manche Werbeagenturen und ähnliche privat betriebene Institutionen hervor, die die Texter dann nach der Ausbildung im Idealfall gleich auch behalten.

An den staatlichen Universitäten gibt es eigentlich eher selten Texter-Studiengänge, eher benachbarte Ausbildungen, wie zum Beispiel zum Redakteur oder zum Journalisten.

Fernstudium Texter

Eine Alternative, die relativ direkt zum Texter-Job führt, ist die Ausbildung im Fernstudium. Hier gibt es Kurse, die online durchgeführt und geprüft werden – Das ist direkt auch schon mal ein Vorgeschmack auf die Recherchearbeit, die später als Texter ansteht. Gleichwohl schwingt bei Fernstudiengängen immer so eine gewisse mindere Qualität mit, das kann aber auch nur ein allgemeines und vor allem gemeines Vorurteil sein 😉

Praktikum als Texter-Auftrag

Noch vorher oder auch während des Studiums kann man auch mal in den Texter-Beruf reinschnuppern. Das geht natürlich ebenfalls dort, wo es Texter gibt, wie etwa in Online-, Marketing oder Werbeagenturen. Einfach mal bei der Agentur um die Ecke anfragen, die Jobportale durchforsten oder einfach online nach Stellen recherchieren.

Mit Texten Geld verdienen – Talent zahlt sich immer aus!

So oder so gibt es aber eine Sache, die man immer brauchen kann, wenn man mit Texten Geld verdienen will und die einem wirklich nicht mal der besten Uni-Prof beibringen kann: Talent. Fleiß, Sprachkenntnisse oder auch ein geringer Hang zum Fehlermachen sind super, aber wenn ich mich einfach nicht auszudrücken weiß, wenn ich nicht raffe, wie ich verschiedene Zielgruppen anspreche oder mir immer nur dieselben Worte einfallen, kann ich auf Dauer auch nicht mit Texten Geld verdienen.

Wie finde ich Kunden?

Tja gut, nehmen wir mal an, Sie, der oder die Sie das hier jetzt voller Begeisterung lesen, denken, ‚Gut, das hab ich ja alles, dann kann ich ja jetzt mit Texten Geld verdienen‚, haben Sie ja eigentlich schon alles, oder?

Nee, Kunden haben Sie jetzt erstmal noch nicht. Sorry, voll die Euphorie-Bremse jetzt, aber die brauchen Sie schon. Denn selbst wenn Sie Tausende Texte „auf Halde“ schreiben, bringt Ihnen das noch nicht die viel zitierten Brötchen ein. Doch zum Glück können Sie sich ja über viele Quellen Kunden für Ihre Texterarbeiten besorgen:

  1. Texter-Börsen im Internet (dazu mehr weiter unten)
  2. Soziale Netzwerke (für einige Aufträge nebenher auf jeden Fall empfehlenswert, am besten mehrere Parallel)
  3. Suchmaschinenoptimierung (kann DIE Kundenquelle überhaut werden, wenn man es richtig macht!)
  4. Kaltakquise (schwer, geringe Chancen, und man muss sich verdammt gut vermarkten können)
  5. Mund-zu-Mund-Werbung (nur mit viel Vitamin-B oder noch mehr Glück)

Gehen wir mal von meiner persönlichen Einschätzung aus, würde ich die Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Kundenakquise über die fünf oben aufgezählten Quellen von oben nach unten als abnehmend beschreiben. Mit viel Arbeit und Disziplin kann aber aus Platz drei auch ein sehr zuverlässiger, solider erster Platz werden (so, wie bei mir 8)) und dann können Sie die Texter-Börsen getrost vergessen.

Mit Texten Geld verdienen in Texter-Börsen?

Denn dort bekommt man zwar relativ wahrscheinlich Aufträge, aber relativ wenig Geld dafür. Selbst ich bekam bei einer dieser einschlägigen Börsen, als ich es aus Neugier einfach mal letztes Jahr einmal probiert habe, für einen Probetext eine nur leicht überdurchschnittliche Bewertung, die dann auch für stark unterdurchschnittliche Bezahlungsmöglichkeiten sorgte. Da ich 10 Jahre Berufserfahrung, ein abgeschlossenes Studium der Linguistik und, ja, sogar auch Talent habe, muss ich davon ausgehen, dass es hier weniger um fachliche Einschätzung geht, sondern darum, die eigene Gewinnmage vor übermäßig gerechtfertigten Honoraren zu bewahren. Aber es ist gut zu wissen, oder?

Mit Texten Geld verdienen – Tonnenweise Drumherum

Na gut, wenn man nicht wirklich mit Texten Geld verdienen, sondern nur sein Taschengeld etwas aufbessern möchte, reichen vielleicht selbst 2 Cent pro Wort bei den Texter-Marktplätzen. Aber wer höhere Ansprüche hat, hat auch mit höherem Aufwand zu rechnen, damit sich das Texten rechnet. Schnell gerät man da in eine Art Selbstständigkeit und ist dem Finanzamt Rechenschaft schuldig…uiuiui. Dazu braucht man Buchhaltung und muss Rechnungen gestalten.

Sag den Kunden, was sie wollen

Ja, und dann muss man dem Kunden ja noch entlocken, wie er oder sie die Texte eigentlich gerne hätte. Dazu braucht man nicht nur ein Telefon, sondern auch ein Konzept für die richtige Vorarbeit: Wie soll die Tonalität der Texte ausfallen? Sollen bestimmte Schlüsselbegriffe für die Suchmaschinenoptimierung verwendet werden? Wie viele Korrekturschleifen soll es geben? Und was zum Henker berechne ich eigentlich für den ganzen Kram?!? Tja, so ist das, wenn man ernsthaft mit Texten Geld verdienen will, muss man sich sogar vorher fragen, wie viel eigentlich 😀

Mit mir können Sie als Texter Geld verdienen!

Es ist eben nicht immer so einfach, aber manchmal auch doch: Kontaktieren Sie mich einfach, wenn Sie es (statt Praktikum oder Texter-Börsen) einmal ausprobieren wollen. Ich suche immer wieder Unterstützung bei eigenen Projekten und freue mich ebenfalls immer, neue Kolleginnen und Kollegen zu finden, mit denen ich gut zusammen arbeiten kann – auch, wenn selbst das manchmal gar nicht so einfach ist. Viele Grüße an die Texter-Zunft!